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Ratgeber

Gehalt in der Werkstatt: wovon die Unterschiede abhängen

Betriebsart, Fahrzeugtyp und Zusatzaufgaben im Überblick.

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Autohaus, freie Werkstatt oder Industrie

Ein Tarifvertrag gilt für eine Werkstatt nur, wenn sie Mitglied der tarifschließenden Innung oder des Verbands ist oder selbst einen Tarif abgeschlossen hat. Ob das zutrifft, erfährst du meist erst auf Nachfrage. Stellen in der Fahrzeugprüfung oder Homologation liegen dagegen oft bei Herstellern, Zulieferern oder Prüforganisationen, deren Vergütung anderen Regeln folgt als im Autohaus.

Typische Gehälter für häufige Stellen:

32.000–42.000 € brutto/Jahr
KFZ-Mechatroniker (m/w/d), Autohaus am Südring GmbH, Dresden und Umgebung
32.000–45.000 € brutto/Jahr
Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik (m/w/d), Unfallex, Giengen an der Brenz
45.000–60.000 € brutto/Jahr
Werkstattleiter/in, Autohaus Ebner GmbH & Co KG Zweigniederlassung Brunn am Gebirge, Brunn am Gebirge

Was den Lohn erhöht

  • Arbeit an Nutzfahrzeugen, Bussen oder Land- und Baumaschinen, oft mit Außeneinsätzen
  • Schulungen für Arbeiten an Hochvoltsystemen von Elektro- und Hybridfahrzeugen
  • Diagnoseerfahrung mit mehreren Marken
  • Bereitschaft oder Pannendienst am Wochenende
  • Meistertitel, Serviceberatung oder Werkstattleitung

Den eigenen Wert einschätzen

Schreib vor dem Gespräch auf, was du ohne Hilfe erledigst: Inspektionen, Fehlersuche mit Tester, Arbeiten an Getriebe und Motor, Klimaservice, Hochvoltsysteme. Je größer dieser Bereich ist, desto besser kannst du ein höheres Gehalt begründen. Frag auch nach dem Verhältnis von Wartung zu Diagnose im Alltag. In Werkstätten mit viel Diagnosearbeit wächst die Erfahrung schneller.

Checkliste für das Angebot

  • Grundlohn pro Stunde oder Monat und vertragliche Wochenstunden
  • Prämienregelung schriftlich, mit Beispielrechnung
  • Zuschläge für Samstagsarbeit, Bereitschaft oder Pannendienst
  • Bezahlte Herstellerschulungen und Freistellung dafür
  • Stellung von Arbeitskleidung und Werkzeug

Wer diese Punkte vorher klärt, vermeidet Überraschungen in der ersten Abrechnung.

Region und Betriebsgröße

Zwischen Stadt und Land und zwischen kleinen Werkstätten und großen Autohausgruppen gibt es spürbare Unterschiede. Vergleiche mehrere Anzeigen in deiner Umgebung mit den Stadtfiltern der Seite, bevor du zusagst.

Leistungslohn und Zusatzleistungen

Manche Werkstätten zahlen Prämien nach verkauften oder abgerechneten Arbeitswerten. Lass dir erklären, wie die Prämie berechnet wird und ob sie fest zugesagt ist oder schwankt. Prüfe außerdem Arbeitskleidung, Werkzeuggeld und Rabatte auf Teile. Diese Leistungen sind je nach Betrieb sehr verschieden.

Für Beschäftigte ohne Tarifbindung ist der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro je Stunde die untere Grenze. Für Auszubildende, die 2026 beginnen, liegt die Mindestausbildungsvergütung im ersten Jahr bei 724 Euro im Monat.

Mündliche Zusagen zu Prämien oder zur Übernahme von Schulungskosten solltest du dir schriftlich geben lassen, damit sie später nicht verhandelt werden müssen.

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